Edvard Munch

Sein Leben

Kunst des Expressionismus, Edvard Munch
Edward Munch

Edvard Munch ist einer der berühmtesten Maler der Kunstgeschichte der Moderne. Vor allem wird er dafür bekannt, als Wegbereiter des Expressionismus zu wirken.

Edvard Munch wird am 12.12.1863 in Løten, in Norwegen geboren. Munch muss bei der Geburt um sein Leben kämpfen. Seine Kindheit und Jugend verbringt er in Kristiana, dem heutigen Oslo. Schon zu dieser Zeit macht er früh Erfahrungen mit dem Tod. Erst stirbt seine Mutter und dann seine Schwester an Tuberkulose. Sein Vater und seine Schwester werden geisteskrank. Munch leidet unter starken Depressionen und Nervosität. In erwachsenen Jahren leidet er in Perioden unter Verfolgungswahn und verfällt dem Alkohol. Munch wird deswegen in verschiedenen Kliniken behandelt.

Nach dem Abbruch eines Studiums für Ingenieurswissenschaften (1880) wandt sich Munch seiner Laufbahn als Künstler zu. In Kristiania trifft er sich mit einer Gruppe Bohemien von Studenten, Schriftstellern und Künstlern und wandt sich gegen gesellschaftliche Moral. Er formuliert ein eigenes Manifest für junge Künstler.

Edvard Munch war mit seiner Malerei früh erfolgreich. Er bekam deshalb in Oslo Stipendien, um in Europa weiterhin Kunst studieren zu können.

Edvard Munch - zwischen Genie und Wahnsin

1892 malt Munch "Der Zweifel", ein Motiv, der er später in "Der Schrei" weiter entwickelte.

Er stellt seine Werke in Kristiania (Oslo) und in Berlin aus. Seine Ausstellung in Berlin wird von den Besuchern als schockierend und erschreckend erlebt und nach einer Woche geschlossen. Dies macht Edvard Munch über Nacht in Berlin berühmt. Dort trifft er sich öfters mit dem schwedischen Schriftsteller August Strindberg und lernt viele Künstler in Berlin kennen.

1902 hat er seinen Durchbruch in Berlin. Die Fauvisten, geleitet von Henri Matisse, teilten viele von Munch´s neuen künstlerischen Ideen. Munch wird als Vater der "Matissism" gesehen. Die deutsche Künstlervereinigung "Die Brücke" interessierte sich sehr für Edvard Munch. Sie lud ihn zu ihren Kunstausstellungen ein, doch ohne Erfolg.

Im selben Jahr schießt sich Edvard Munch in die Finger. Dies führte zur Trennung von seiner norwegische Freundin Tulla Larsen. Er verarbeitete die Verletzung seiner Hand und die Trennung seiner Freundin durch sein Malen. In "Der Tod des Marats" (1906-07) beschäftigt er sich tiefer mit der Thematik um den Tod des Revolutionsführers. 1908 bekam Munch einen Nervenzusammenbruch. Ein Jahr später zieht er sich zurück nach Norwegen und findet dort wieder innere Ruhe und Stabilität. Ab diesen Zeitpunkt wirken seine Werke deutlich heller und weniger tragisch als zuvor.

Edvard Munch wechselt öfters seinen Wohnort in Europa. Er pendelt zwischen Berlin, Paris und Ekly bei Oslo, wo er 1916 seinen Hauptwohnsitz errichtet. Munch war kein reiner Expressionist. Er hat vor allem die jungen Fauvisten und Expressionisten in eine neue Richtung inspiriert. Neben Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Paul Gauguin zählt er zu den wichtigsten Entwicklern der moderne Kunst und dem Expressionismus. Außer Ölgemälde fertigt er zahlreiche Farblithographien und Holzschnitte an. Edvard Munch stirbt mit 80 Jahren, am 23. Januar 1944 in Ekely bei Oslo.

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