Erich Heckel - Sein Werk

Am Anfang seiner künstlerischen Karriere orientiert sich Heckel am Stil Vincent van Goghs und dem französischen Postimpressionismus. Die Werke der fauvistischen Maler, wie Henri Matisse und Derain, regen ihn an und er malt mit reinen leuchtenden Farben. Die Großstadt, die Zirkuswelt, Landschaften und Portraits gehören zu seinen bevorzugten Motiven. Zeit 1913 kehrt Heckel jedes Jahr für einige Zeit an die Ostsee, in das kleine Dorf Osterholz zurück. Hier holt er sich die Inspiration für seine Naturbilder. In expressionistischen Stil malt er die Natur in strahlenden Farben und in zerrissenen Formen. Typische Naturmotive sind badende Menschen oder ruhende Menschen am Strand.

Mit der Zeit malt Erich Heckel flächiger und arbeitet mit flüssigen Farben. Die Formen sind nicht mehr primär rund und die Farben nicht mehr ebenso primär rein. Nach dem Heckel nach Berlin umgezogen ist, eröffnet er viele neue Kontakte und nimmt Anregungen von anderen Kunststilen und Künstlern auf, unter anderem vom Kubismus. Seine Bilder werden merklich geometrisch, er nutzt gedämpfte Farben und beginnt mit Lichtphänomenen in seinen Werken zu experimentieren. Durch Spiegelungen und andere reflexive Effekte schafft er es, die verschiedenen Naturelemente zu einem Ausdruck zu verschmelzen. Weiterhin thematisiert er die „Stadt“ in seinen Bildern - seine Motive werden melancholischer.

Erich Heckel und der Krieg

Während des ersten Weltkrieges malt Erich Heckel überwiegend leidende und verletzte Menschen. Er beginnt zur selben Zeit mit Holzschnitten und Lithographien und entwickelt sich in diesen Techniken zu einer leitenden Persönlichkeit der Modernen Kunst. Durch diese Arbeiten verspricht sich Heckel, einen neuen und freieren Kunst-Weg zu erschaffen. Der Künstler soll seine innere Passion in seinen Werken ausdrücken.

Expressionist
Technische Hochschule am Bismarck Platz Postkarte 1902

Nach dem Krieg sucht Heckel durch seine Kunst nach einer neuen Stabilität und hinterfragt künstlerisch seine Wahrnehmung über die Wirklichkeit neu. Er malt weiter an seinen Mensch- und Naturbildern und wählt nackte und badende Mensch im Meer als Motiv. Es entstehen daneben Bilder von Häfen, Städten und Blumenstillleben. In den 20er Jahren strahlen seine Bilder eine stärkere Ruhe aus und die Landschaft steht im Zentrum als Objekt.

Nachdem in den dreißiger Jahren das Regime große Teile seiner Werke in Beschlag genommen hat und er als „entarteter Künstler“ verstoßen ist, zieht er sich gesellschaftlich zurück und malt überwiegend Aquarelle. Die „Komposition“ der einzelnen Elemente spielt für ihn eine größere Rolle in seinen Bildern als früher. Die Farben die er verwendet sind heller geworden.

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