Franz von Stuck - Sein Werk

Anfangs malt Franz von Stuck Landschaftsbilder und Portraits. Berühmt wird er für seine symbolistischen Gemälde mit mythologischen Motiven. Sein Stil, der Symbolismus, wird dem Jugendstil sowie dem Neoklassizismus zugeordnet.

Seine Themen sind vorwiegend aus der antiken Mythologie entnommen. Er malt antike Götter, verschiedenartige Fabelwesen wie Nymphen und Zentauren. Bukolische und antik-heidnische Themen tauchen in seinen Bildern auf. Obwohl man von Stuck nicht als einen religiösen Menschen oder Maler verstehen kann, beginnt er seine Karriere als Künstler, mit biblisch-christlichen Motiven.

"Die Sünde"

In der Malerei zeigt sich sein Symbolismus besonders stark in den Gemälden: „Die Sünde“ (1893) und „Der Krieg“ (1894). Diese Gemälde zählen gleichsam zu seinen bekanntesten Werken. „Die Sünde“ stellt eine Frau dar, umringt von einer kräftig gemalten Schlange, gleich der biblischen Eva. Dieses Symbol verwendet der Künstler wiederholt in seinen Bildern. Eigene Aussagen von Stucks zur Bedeutung dieses Symbols für ihn persönlich sind nicht überliefert. Es gibt hierzu lediglich Interpretationen und Spekulationen Anderer. „Erotik“ ist zumindest ein sehr zentrales Thema in den Werken von Stucks.

Sein Symbolismus ist prägend von Arnold Böcklin (bedeutender Schweizer Maler, 1827 - 1901) beeinflusst. Der flächige dekorative Stil des Jugendstils ist in seiner Malerei zu erkennen.

Die mythologischen Themen finden wir ebenfalls in den Plastiken Franz von Stucks. Seine klaren Kompositionen und deduktiven Formen erinnern stilistisch an die Werke von Adolf von Hildebrand, einer der zeitgenössischen und führenden deutschen Bildhauer (1847 – 1921). Eine seiner bekanntesten Skulpturen von Stuck ist die „Helena“. Sie ist eine Darstellung der Helena von Troja. Eine andere berühmte Plastik ist die „Kämpfende Amazone“ (1897).

Franz Stuck - Das Gesamtkunstwerk

In seiner "Malerfürst-Villa" realisiert Franz von Stuck seinen Wunsch, der Erschaffung eines Gesamtkunstwerkes. Er strebt nach einem Leben, das von der Kunst umrahmt ist, und das alles was er tut, Kunst sei.

Franz von Stuck
Franz von Stuck, Selbstbildnis im
Atelier (Villa Stuck) - 1905

Er entwirft selbst die Architektur seiner Villa, dekoriert die Wände der Räume mit eigenen Kunstgegenständen und entwirft die Möblierung. In dieser neoklassizistischen Villa, erbaut um 1897 - 1898, wohnt und arbeitet der Künstler Franz von Stuck. Knapp 20 Jahre nach dem Baubeginn fügt er ein eigenes Atelier hinzu.

Heute ist der Villa-Stuck teilweise Stuck-Museum und Ort für Sonderausstellungen anderer Künstler und Kunststile - noch heute vor allem des Jugendstils.

In der Stuck-Villa drückt sich die Vorliebe des Künstlers zum Jugendstil stark aus: mosaische Elemente, naturelle und weiche Formen und geschmückte, teilweiße eingerahmte Elemente.

Anfänglich malt er mit hellen Farben und wenigen Kontrasten. Später als er seinen eigenen symbolistischen Stil entwickelt, stehen starke Kontraste im Vordergrund und er hält sich an dunkle und glühende Töne.

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Galerie mit Bildern von Franz von Stuck