Hans Arp - Sein Leben

Hans Arp wird am 16. September 1887 im damaligen deutschen Straßburg geboren. Er spricht Deutsch und Französisch und interessiert sich in seiner Jugend für Dichtung; er bevorzugt die Romantik.

Sein Kunststudium absolviert Hans Arp an der „Akademie der Schönen Künste“ in Weimar und auf der „Académie Julian“ in Paris. In Paris knüpft er Kontakt mit Pablo Picasso, Theo van Doesburg und Wassily Kandinsky. Durch Kandinsky kommt er in Kontakt mit der Künstlergruppe Der Blaue Reiter in München und beteiligt sich an ihrer zweiten Ausstellung.

Ab 1909 lebt Hans Arp überwiegend in der Schweiz. In Zürich beteiligt sich Hans Arp 1915 an der Gründung der Dada-Bewegung, zusammen mit Hugo Ball (Autor und Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung, 1886 - 1927) und Richard Huelsenbeck (deutscher Schriftsteller, Lyriker, Erzähler, Essayist, Dramatiker, Arzt und Psychoanalytiker, 1892 - 1974). Seine Werke bestehen überwiegend aus Collagen, Holzschnitten und Dichtungen. In Zürich trifft er die Künstlerin Sophie Taeuber (schweizer Künstlerin, Malerin und Bildhauerin, 1889 - 1943), die er 1922 heiratet. Hans Arp engagierte sich für die Dada-Gruppen in Köln, Berlin und Hannover. Er arbeitet eng mit dem Dada-Aktivisten Kurt Schwitters und Max Ernst zusammen.

Der Aufbau im Kleinen

Hans Arp bewegt sich in den künstlerischen Kreisen der Dadaisten, der Konstruktivisten und den Pariser Surrealisten. Besonders eng arbeitet er zeitweise mit dem Konstruktivisten El Lissitzky. Im Jahr 1930 schließt er sich der Gruppe „Cercle et Carre“ an und ein Jahr später wird er Mitglied der neuen abstrakten Pariser Künstlergruppierung „Abstraction-Création“. Hans Arp ragt mit seinen Leistungen, in Hinsicht auf die Entwicklung verschiedenen Künstlergruppierungen der Moderne, neben seinen Kunstkollegen weit heraus.

Dadaismus
Cloud Sheper 1953

Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges und der Verschärfung der Gesamtsituation in Mitteleuropa, werden die Werke von Hans Arp zur „Entarteten Kunst“ entwertet. Er wechselt seinen Namen in Jean Arp und flieht mit seiner Frau Sophie nach Südfrankreich, in die Nähe von Nizza. 1943 kehrt er nach Zürich zurück. Im selben Jahr stirbt Sophie an den Folgen eines Unfalls. Hans Arp erlebt eine Schaffenskrise und kann lange nichts malen. Nach dem Kriegsende kehrt er zu seiner Kunst zurück. Ende der 40er Jahre steigt plötzlich seine Reputation in den USA. Er organisiert eine große Einzelausstellung in New York und findet viele Käufer für seine Werke.

In die 50er Jahren entstehen viele seiner bekannten Plastiken, von denen einige im Pariser Gebäude der UNESCO verwendet werden. Auf der Biennale in Venedig gewinnt er 1954 den „Internationalen Preis für Skulptur“ für sein Werk „Kobra-Kentaur“. 1959 heiratet Arp Marguerite Hagenbach in Locarno, Schweiz.1963 erhält er in Paris den „Grand Prix des Arts“. In den 60er Jahren stellt er seine Werke auf den drei Dokumenta-Ausstellungen in Kassel aus.

Am 7 Juni 1966 stirbt Hans (Jean) Arp an einem Herzinfarkt.

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