Impressionismus - Zeitgeschehen

Die industrielle Revolution mit ihren neuen Entdeckungen führte dazu, dass die Welt als erklär- und entdeckbar galt. Man nahm an, alle noch verbleibenden Erfindungen in wenigen Jahren zu realisieren. Genauso dachten die Impressionisten, den einen Augenblick abbilden zu können, den Eindruck der für alle gilt, weil alle ihn erleben, wenn sie den Augenblick miterleben.

Der Impressionismus bedeutete in der Kunstgeschichte eine kleine Revolution. Wie die Photographie sich "dem Moment" verschwor, wollte der Impressionismus den Moment auf eine neue Art festhalten. Nicht das zu malende Objekt stand im Vordergrund, sondern der unmittelbare subjektiven Eindruck des Künstlers und Beobachters.

Die impressionistischen Bilder wurden von den zeitgenössischen Kritikern anfangs ignoriert oder abwertend kommentiert. Claude Monet wurde von dem Kritiker Louis Leroy als "Impressionist", ein Künstler des flüchtigen Augenblicks, bezeichnet. Somit war der Name der neuen Kunstrichtung entstanden. Die impressionistische Kunst mit ihren neuen und "oberflächlich" gemalten Bildern wirkte "unfertig". Sie schockierten. Menschen wurde in aller Öffentlichkeit davon abgeraten die Ausstellungen der Impressionisten zu besuchen.

Der Tabu-Bruch der Impressionisten

Nicht nur die Art und Weise, wie die Bilder gemalt wurde, wurde kritisiert, sondern auch die Motive an sich. Plötzlich waren die Bürger damit konfrontiert Bilder von dem tatsächlichen Leben zu betrachten.

Paul Gauguin
Degas:Die Tanzklasse - 1874

Der Bürger konnte sich nun selbst in den Bildern wieder finden, aber auf eine Art dargestellt die "ungenau" und oberflächlich erschien. Auch wurden einige Motive von den Bürgern als unmoralisch und skandalös angesehen, da sie "Tabu-Themen" darstellten. Ein Beispiel hierfür war Edouard Manets "Frühstück im Grünen" von 1863. Bei den Kunstsammlern und den Pariser Salons stießen die Impressionisten auf geringes Verständnis für ihre Malweise. Aus diesem Grunde fingen die Impressionisten an ihre eigenen Präsentationen in Paris zu organisieren.

Erfolg hatten die Impressionisten erst mehrer Jahre. Hier sprachen sie besonders die intellektuellen Schichten der Bevölkerung an. Sie mochten und kaufte die impressionistischen Werke und sorgten somit dafür, dass der Impressionismus weit bekannt wurde.

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