Kasimir Malewitsch - Sein Leben

„Wenn die Denkgewohnheit verschwunden sein wird, in Bildern das Abbild von Winkelchen der Natur, von Madonnen und schamhaften Venusgeschöpfen zu sehen, dann werden wir ein reines Produkt der Malerei erblicken." Zitat, Kasimir Malewitsch.

Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch wird am 12. Februar 1878 in Kiew, in der Ukraine, geboren. Sein Vater wechselt öfters seinen Arbeitsplatz und zieht mit der Familie mehrfach um. Das unstete Leben der Familie führt für den jungen Kasimir Malewitsch dazu, dass er lediglich eine rudimentäre schulische Ausbildung erhält.

Schon in diesen jungen Jahren erschließt sich für Kasimir Malewitsch das Interesse an der Auseinandersetzung mit Kunst. Im Alter von 17 Jahren besucht er eine Kunstschule und schließt dieses Studium 1904 - 1905 erfolgreich ab. Im Anschluß an sein Studium arbeitet er 5 Jahre im Atelier des Moskauer Malers Fedor Rerberg. Dort malte er 1907 das Bild "Die Hochzeit".

Das "zweite Paris" mitten in Russland

1912 zieht Kasimir Malewitsch nach Paris. Dort wird er eines seiner berühmtesten Werke - das „Schwarzes Quadrat“ - malen und der Öffentlichkeit vorstellen. Anschließend zieht er wieder zurück nach Petersburg, um dort als Leiter im "Museum für künstlerisch Kultur" tätig zu sein.

Konstruktivismus
Head of a Peasant Girl 1912 - 1913

Das Kunstmanifest „Vom Kubismus zum Suprematismus“ erscheint 1915 und wird von Kasimir Malewitsch publiziert. 1916 gründet er die Künstler-Gruppe „Supremus“. Zu dieser Gruppe zählen die Künstler Olga Wladimirowna Rosanowa, Ljubow Sergejewna Popowa, Nadeschda Andrejewna Udalzowa und Swetlana Dawydowa.

Malewitsch arbeitet an einer Reihe von staatlichen russischen Instituten, als Lehrer. Ab 1918 organisiert er die Volkskunstschule, worauf er 1919 eine Einladung von Marc Chagall erhält, nach Witebsk zu kommen. Witebsk ist eine Stadt im Norden Weißrusslands, nahe der Grenze zu Russland und Lettland. Malewitsch nimmt die Einladung an und wird dort die Gruppe UNOVICS gründen.

In der Zeit von 1919 bis 1923 wird Kasimir Malewitsch an der Schule in Witebsk einen wesentlichen Wandel einleiten. Hier vollendet er die Idee des „Suprematismus“. Witebsk gilt in der Kunstszene zu dieser Zeit als das „zweite“ Paris. Dort wird ebenfalls die Idee von Marc Chagall, ein neues Museum für Moderne Kunst zu errichten, geboren. Ab 1923 arbeitet er 4 Jahre lang als Leiter am "Institut für künstlerische Kultur" in Leningrad (heute Sankt Petersburg). Nach dieser Zeit am Institut siedelt er nach Deutschland um, um dort am Bauhaus in Dessau mitzuwirken.

Kasimir Malewitsch stirbt 1935 in Leningrad an Krebs.

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