Kurt Schwitters

Sein Leben

Dadaismus
Schwitters - 1917
Kurt Schwitters wird als Sohn eines Geschäftsmannes für Damenkonfektion am 20. Juni 1887 in Hannover geboren. Er hat keine Geschwister, wird als ein introvertiertes und unsicheres Kind beschrieben. Er leidet unter epileptischen Attacken.

Nach der Kunstgewerbeschule Hannover studiert er an der Kunstakademie in Dresden. In seiner Jugend ist er von Expressionisten, z.B. August Stramm (deutscher expressionistischer Dramatiker und Dichter, 1874 - 1915) beeinflusst. Darauf aufbauend beginnt er mit seinem eigenen Stil zu experimentieren. Besonders angetan ist er von der Collage-Technik und dem Collagenbau, beeinflusst von Hans Arp (deutscher Maler, Dichter, Bildhauer, 1887 - 1966). Er beschäftigt sich intensiv mit der Collage-Technik und entwickelt seinen eigenen Stil – die "Merz-Bilder" entstehen. Schwitters wird den Namen „Merzkunst“ für seinen Kunststil prägen. In späteren Jahren benutzt er „Merz“ als Oberbegriff für seine Kunst.

Kunst zum "durchlaufen" - Der "Merzbau"

Kurt Schwitters ist tätig als Maler, Bildhauer, Typograph, Graphiker, Bühnenkünstler und Dichter. Er gilt als einer der Hauptvertreter des Dada. Sein Kontakt mit zu anderen Dadaisten verläuft nicht "reibungslos". Schwitters bemüht sich mehrfach um Kontakt zu mehreren Dada-Gruppen Kontakt, wird aber dennoch ein Einzelgänger bleiben.

Seinen Durchbruch als Künstler erreicht er 1919, als er die ersten seiner Werke in der Sturm-Galerie veröffentlicht. In diesem Jahr veröffentlicht er sein berühmtestes Poem "An Anne Blume". Von 1919 - 1923 widmet er sich seiner Merzkunst und eine ganze Reihe von Werken entstehen. Viele von ihnen zählen noch heute zu den bedeutendsten Werken der modernen Kunst.

Dadaismus
Geburtsort Hannover1917

1923 gründet er die Zeitschrift "Merz", ein Sammelwerk für avantgardistische Kunst. Er schreibt auch für andere Zeitschriften in Europa, z.B. für Cercle et Carré und Abstraction-Création in den 30. Jahre. 1923 beginnt er mit seinem Lebenswerk: der "Merzbau", an dem er ca. 13 Jahre arbeitete.

1937 muss Kurt Schwitters Deutschland verlassen – das Makel des "entarteten Künstler" traf auch ihn. Zusammen mit seiner Frau Elma und Sohn Ernst emigriert er nach Norwegen. In der Folge entstehen in Norwegen 1 weitere Merzbau. Als 1940 der deutsche Nationalsozialismus sich auch in Norwegen ausbreitet, emigriert die Familie nach England. Ein weiterem Merzbau entsteht. Dort stirbt Kurt Schwitters 1948 nach Versagen vom Lunge und Herz. Sein Grab wird in Hannover errichtet.

Nach dem Tod seines Vaters kümmert sich der Sohn Ernst Schwitters (1918-1996, Kunstfotograf und Reporter) um das Erbe des Vaters. Die Werke von Kurt Schwitters sind heute in Hannover im Sprengel Museum zu betrachten.

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