Marcel Duchamp - Sein Leben

Henri-Robert-Marcel Duchamp wird am 28. Juli 1887 in Blainville-Crevon in Nord-Westen Frankreichs, geboren. Er kommt aus einer wohlhabenden Familie. Sein Vater arbeitet als erfolgreicher Notar in der Stadt. Die Familie pflegt ein ausgeprägtes Interessen für Kunst, Musik, Literatur und Schach. Marcel Duchamp beginnt im Alter von 15 Jahren mit dem Malen. Zwei Jahre später entschließt er sich Maler zu werden.

Duchamp hat fünf Geschwister, wovon drei wie er einen künstlerischen Lebensweg wählen. Sein älterer Bruder Gaston wird Maler und ist bekannt unter dem Namen Jacques Villon. Raymond Duchamp-Villon wird Bildhauer und seine Schwester Malerin; bekannt wird sie unter dem Namen Susanne Crotti.

Vom Impressionisten zum Skandal-Künstler

1904 studiert Marcel Duchamp an der Akademie Julian in Paris. Sein Studium beginnt mit dem Stil des Impressionismus. Zusätzlich lässt er sich inspirieren vom Kubismus, Fauvismus und Symbolismus. Eine Zeit lang arbeitet er als Karikaturist für ein humoristisches Magazin in Paris.

Mit dem Bild "Akt eine Treppe heruntersteigend" löst Marcel Duchamp 1912 einen Skandal aus, aufgrund seiner, zu dieser Zeit noch ungewöhnlichen kubistischen Darstellung. Im selben Jahr engagiert er sich im neugegründeten Künstlerverein „Section d'Or“ (Goldener Schnitt). Der Stil dieser Künstler orientiert sich am Kubismus und sie verwenden auffallend starke Farbtöne.

Sein erstes Ready Made - das "Rad"- stellt Marcel Duchamp 1913 der Öffentlichkeit vor. Es ist das Rad eines Fahrrades normaler standardmäßiger Bauart, jedoch zusätzlich vom Künstler auf einem Sockel befestigt und damit präsentiert.

Dadaismus
gestorben in Paris

1914 löst Marcel Duchamp durch seine Ansichten über Kunst wiederum einen Skandal in Paris aus:
Er ging eines Tages in eine Kaufhaus in Paris, um sich einen gewöhnlichen Flaschentrockner aus Eisen zu kaufen. Noch an Ort und Stelle signierte er diesen Gegenstand und proklamierte, dass die Auswahl dieses Gegenstandes ein Kunstwerk ist. Für die Ready-Mades wird er als Dadaist berühmt und anerkannt. Es handelt sich hier nicht mehr um Gemälde, sondern um Objekte, die „allein“ durch die Auswahl des Künstlers Duchamp zum Kunstwerk erhoben werden. Zwischen 1915 - 1923 „erschafft“ Marcel Duchamp 21 weitere seiner Ready-Mades.

Zwischen 1926 und 1933 beschäftigt sich Marcel Duchamp hauptsächlich mit dem Schachspiel, eine seiner Leidenschaften, die er bereits von Kindheit an pflegte. Neben dem Schachspielen entwirft er zusätzlich Spielfiguren und verfasst eine wöchentliche Kolumne über Schach. Er verfasst auch ein Buch zu diesem Thema.

Nach seiner Schachperiode beschäftigt sich Duchamp erneut intensiv mit seiner Kunst. Jetzt zeigen seine Werke starke Züge von Surrealismus. Er malt und entwirft Installationen.

1968 stirbt Duchamp in Paris.

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