Max Ernst - Werk

In vielen Werken zeigt Max Ernst seine politischen Ansichten gegen das Hierarchische und Konventionelle in Kunst und Gesellschaft und seine Ablehnung gegen den für ihn sinnlosen Krieg. Viele dieser Ansichten beruhen auf eigenen Erfahrungen aus dem ersten Weltkrieg und dem Einfluss des späteren Nationalsozialismus. In Gegensatz zu den Futuristen, die den Krieg mit seinen modernen Maschinen verherrlichten, verachtet Max Ernst die kriegerische Zerstörung. Mit seiner Einstellung findet er sich bei den Dadaisten bestätigt. Max Ernst bleibt bis zum Ende seines Lebend dem Kommunismus treu.

Max Ernst holt, wie viele andere Surrealisten, seine künstlerischen Ideen aus seinen Träumen und Phantasien, aus dem Unbewussten. Dieses Unterbewusste ist seine Triebkraft und Ausdrucksweise. Durch seine Werke versucht er die Grenze zwischen Traumwelt und Wirklichkeit aufzuheben. Was er malt, sind absurde und ironische Bilder der Realität, sinnlose Darstellungen mit einem Anschein von realem Leben. Die Werke von Max Ernst wirken traumhaft und sind mit Traum- und verschieden Mischwesen gefüllt, so z.B. Mensch-Tier-Gestalten.

Max Ernst und seine Collagen

Mit der Zeit verlässt Max Ernst die traditionelle Technik der Ölmalerei und beginnt auf seine „spontane Art“ zu malen. Inspiriert von einer Art „automatischen Schreibens“ will er diese Ideen auf Malerei übertragen. Gegenstände, die er durch Zufall findet nimmt er in das Bild mit auf und verwendet dabei verschiedene Techniken. Als Gegenstände zum vervollständigen seiner Bilder verwendet Max Ernst unter anderem Holz, Sand und Farbe. Eine eigens von ihm erfundene Technik ist das „Farbdripping“: die Farbe wird nicht direkt malend aufgetragen, sondern drauf getropft. Eine ähnliche Technik entwickelt Jackson Pollock (amerikanischer Maler, 1912-1956) in den USA der vierziger Jahre weiter und treibt sie auf die Spitze.

Dadaismus
Habakuk, nach einer Vorlage
von - 1935 angefertigt

Max Ernst ist bekannt für die Vielfalt seiner Werke und Techniken. Für seine Collage sammelt er verschiedene Elemente und klebt sie zu einer neuen Ganzheit zusammen. Max Ernst wird bekannt für seine Holz-Frottagen. Frottage ist ein Stilmittel, welches er in seinen Werken integriert. Diese Technik nennt sich „Abreibung“ und wird benutzt um eine bestimmte Oberflächenstruktur ins Werk zu übertragen. Bei den Grattagen, ein weiterer Stil den Max Ernst entwickelt, geht es darum neue Formen entstehen zulassen, indem übereinander gemalte Malschichten weggekratzt werden. Berühmte Grattagen-Bilder von ihm sind die „Grätenwälder“, die er ab 1926 malt. Seine Lithographien zeugen von seiner Arbeit mit der Steinmalerei.

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Galerien mit Bildern von Max Ernst