William Turner - Sein Leben

Joseph Mallord William Turner wird am 23. April 1775 in London geboren. Seine drei Jahre jüngere Schwester stirbt bereits als Siebenjährige an den Folgen einer schweren Krankheit. Turners Eltern, die sich nun ebenfalls Sorgen um die Gesundheit ihres Sohnes machen, schicken ihn zu seinem Onkel in Brentford aufs Land. Dort besucht er die Schule. Zu seinem Vater, der als Friseur arbeitet, pflegt William sein Leben lang ein gutes Verhältnis. Sein Vater erkennt und schätzt früh die künstlerische Begabung seines Sohnes und unterstutzte seine Karriere in vielfacher Hinsicht. So stellt er die Bilder seines Sohnes William in seinem Friseursalon aus. Williams Mutter wird früh geistig krank und als Turner 25 Jahre alt ist, wird sie in einer Klinik aufgenommen. Dort stirbt sie 4 Jahre später.

Turners Gang an die „Royal Academy London“

Als Zwölfjähriger zeichnet William Turner seine ersten und heute noch bekannten Bilder. Mit 15 Jahren wird er an der „Royal Academy London“ als Schuler aufgenommen, wo er drei Jahre lang lernt. In der frühen Phase seiner Schaffenszeit konzentriert sich Turner auf Aquarelle und Grafiken. Er reist durch Großbritannien und Europa und sammelte Eindrücke der Landschaften, die er in seinen Bildern verarbeitet. Mit der Technik der Ölmalerei beginnt William Turner mit 21 Jahren. 1796 stellt Turner sein erstes Ölgemläde „Fischermen at Sea“ in der Gallerie der Royal Academy aus.

Im Alter von 27 Jahren wird Turner, als einer von 80 festangestellten Mitgliedern der Royal Academy aufgenommen. Turner lebt überwiegend in London, reist zwischendurch immer wieder durch Europa um neue Eindrücke und Inspirationen zu schöpfen. Von 1807 - 1837 arbeitet er an der Royal Academy als Professor für Perspektivlehre. Bis zum Ende seines Lebens stellt er regelmäßig dort seine Werke aus. Turners Erfolg als Maler ist groß. Neben John Constable (1776 - 1837) ist Turner der führende Landschaftsmaler Englands. Ab 1804 arbeitet Turner in seinem eigenen Atelier.

Impressionismus, Romantik
Fishermen at Sea (1796)

Turners Kritiker belegen seine Werke seinerzeit mit Spott und Kritik. Seine Bilder distanzieren sich für sie zu sehr vom Realistischen und Gegenständlichen. Trotz all dieser Kritik, Turner öffnet bereits zu seiner Zeit neue Wege für die zeitgenössische Kunst und entwickelt sich neben Francisco Goya, zum Wegbereiter der Moderne. Erst später erkennen die Impressionisten, um Monet und Pissarro, sowie die Maler des Fauvismus unter der Leitung von Henri Matisse, in William Turner einen Vorreiter ihrer künstlerischen Ideen.

Seine letzten 5 Jahre verbringt William Turner überwiegend in seinem Haus in Chelsea, London. Um in Ruhe und Anonymität zu leben, gibt er sich mehrfach falsche Namen. So lebt er in London, vom gesellschaftlichen Leben zurückgezogen, bis zu seinem Tod 1851.

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