Frida Kahlo - Ihr Werk

Für Frida Kahlo ist das Malen überwiegend das Medium um ihr eigenes Leid zu verarbeiten. Ihre permanente Auseinandersetzung mit ihren physischen und psychischen Qualen, infolge der bleibenden Verletzungen durch den schweren Bus-Unfall 1925 sind hierbei Thema, aber auch ihre Eheprobleme kommen häufig zum Ausdruck. Ihre Verletzlichkeit stellt sie oft durch kleine Symbole in ihren Werken dar.

Ihre Bilder kennzeichnen sich durch ihre farbenfrohen und oft helleren Töne. Ihr häufigstes Motiv war sie selbst. 55 von ihren 143 bekannten Bildern sind Selbstbildnisse, die meisten mit ernstem Ausdruck.

Ihre Art zu malen war zu ihrer Zeit etwas Ungewöhnliches und Neues. Häufige Themen ihrer Kunst waren Sexualität, Gewalt, Geburt und Tod. Mystische und religiöse Motive, Skelette und Totenköpfe sowie traumähnliche farbenfrohe Gestalten, Tiere und Pflanzen waren wiederkehrende Motive.

Andere Themen mit dem sie sich in ihren Bilder beschäftigte waren politische und soziale Probleme. Beispiele hierfür sind „El marxismo dará salud a los enfermos“ von 1954 (Der Marxismus wird den Kranken Heilung bringen)

Frida Kahlo erschuf eine eigene Art der Kunst, inspiriert von Mexiko und seiner Farbenvielfalt und dem Ausdruck ihres Gefühlslebens.

Künstlerische Einflüsse

Fridas Werke lassen sich als eine folkloristische Interpretation dem Surrealismus zuordnen. Sie selbst soll die Zuordnung zu Surrealismus verneint haben. Auch Züge der präkolumbischen mexikanischen Kunst der Azteken und Mayas ist in ihren Werke zu erkennen und in gewissem Maß auch Elemente der Neuen Sachlichkeit.

Einige Zeit lebte Frida Kahlo in Paris und machte dort Bekanntschaft mit Künstlern wie André Breton, Max Ernst, Pablo Picasso, Joan Miro und Marcel Duchamp. Diese Zeit hat ihre Malerei beeinflusst. Dank Breton, der von ihrer surrealistischen Aussagekraft stark angetan war, wird ihr Selbstbildnis "The Frame", als erstes Bild eines mexikanischen Malers überhaupt, in das Kunstmuseum im Pariser Louvre aufgenommen.

Noch zu Lebenszeiten wurden Werke von Frida Kahlo in mehreren Galerien Bostons und New Yorks aufgenommen und in verschiedenen Kunstausstellungen präsentiert. Zusammen mit ihrem Mann lehrte sie 10 Jahre lang an der mexikanischen Kunstschule „Esmeralda“.

Obwohl Frida Kahlos Körper nach einer Vielzahl von Operationen mehr und mehr versagte, malte sie bis zum Lebensende weiter, soweit es ihr möglich war. Ein Jahr vor ihrem Tod wurden ihre Bilder in Mexiko zum ersten Mal in einer Einzelausstellung gezeigt. Um die Eröffnung miterleben zu können, wurde sie in ihrem Krankenbett liegend dorthin gebracht.

Die Bilder Frida Kahlos wurden nach ihrem Tod von der mexikanischen Regierung offiziell zum „nationalen Kulturgut“ erklärt. Obwohl sie heute zu den berühmtesten Malern Mexikos zählt, wurde diese künstlerische Bedeutung in ihrer vollen Größe erst sehr spät erkannt. Wirklich bekannt und geschätzt für ihre Kunst wurde sie erst nach ihrem Tod. Zu Lebzeiten stand sie meist im Hintergrund ihres bekannteren Mannes.

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