Georges Braque - Sein Leben

Georges Braque gilt neben Pablo Picasso als der Begründer des Kubismus.

Georges Braque wird am 13. Mai 1882 in Argenteuil, einem Vorort von Paris, geboren. Sein Vater arbeitet als Dekorationsmaler und siedelt 1890 mit seiner Familie nach Le Havre um. Dort absolviert Braque eine Lehre als Dekorationsmaler. Gleichzeitig besucht er den Malunterricht in der École des Beaux-Arts. Ein Jahr später, 1900, studiert er in Paris Kunst.


Der Beginn des Künstlers "Georges Braque"

Als Georges Braque 6 Werke im Salon des Indépendants ausstellt, lernt er dort unter anderem Andre Derain (französischer Maler, 1880 – 1954), Henri Matisse und Albert Marquet (französischer Maler, 1875 – 1947) kennen.

Nach der Absolvierung seines Militär-Dienstes entscheidet sich Georges Braque 1902 als freier Künstler zu arbeiten. Er studiert an der Akademie Hubert in Paris und zusätzlich für kurze Zeit im Atelier des französischen Malers Léon Bonnat (18331922). Einen entscheidenden und nachhaltigen Eindruck hinterlässt der Salon d’Automne der französischen Fauvisten auf den noch jungen Künstler Braque.

Emile-Othon Friesz (französischer Maler, 1879 – 1949) führt Georges Braque in die Stilrichtung der Fauvisten ein. Braque setzt sich intensiv mit dem Fauvismus auseinander – in einem Arbeitszyklus aus knapp 20 Werken. Zur gleichen Zeit setzt er sich mit Paul Cezannes strengen, tektonisch-geometrischen Konstruktionsprinzip auseinander.

Pablo Picasso, John Gris und der Kubismus

1907 lernt Georges Braque Pablo Picasso, durch die Vermittlung von Guillaume Apollinaire (französischer Autor, 18801918 ), in der Galerie von Daniel-Henry Kahnweiler (deutsch-französischer Galerist und Kunsthändler, 1884 – 1979) kennen. Dort sieht er zum ersten Mal die Bilder von Paul Cezanne, die zukünftig sein künstlerisches Schaffen beeinflussen werden.

Kubismus
Bahnhof von Argenteut um die Jahrhundertwende

Pablo Picasso, der in dieser Zeit sein erstes kubistisches Bild „Les Desmoiselles d´Avignon“ malt, arbeitet eng mit Braque zusammen. 1909 werden die Arbeiten von Braque von einem Kunstkritiker als „kubische Bizarrerien“ bezeichnet - der Kunststil „Kubismus “ ist damit geboren. 1913 arbeitet Braque an seinen ersten Collagen, beeinflusst durch Picasso.

2 Jahre später wird Georges Braque im 1. Weltkrieg schwer verwundet. Unmittelbar nach dem diesem Krieg malt er mehr und mehr Stillleben. Seit 1918 arbeitet Braque eng mit Juan Gris zusammen. Bei vielen seiner Arbeiten tritt die Farbe in den Vordergrund, wogegen er sich bei seinen „Atelierbildern“ der 30er Jahre mehr auf die räumliche Gestaltung konzentriert („Atelier mit schwarzer Vase“).

Erst nach 1947 wendet sich Braque der gegenständliche Kunst zu. Nach dem Zweiten Weltkrieg erstellt er unter anderem die Deckenbilder des Etrusker-Saales im Louvre und die Glasbilder in der Kirche von Varengeville.

Georges Braque stirbt in Paris am 31.8.1963.

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