Arp Museum – Bahnhof Rolandseck – Blick von außen in das Sockelgeschoss – Skulpturen von Hans Arp

Arp Museum – Bahnhof Rolandseck – Blick von außen in das Sockelgeschoss – Skulpturen von Hans Arp

Am 15. Februar 1931 wird in Paris die Künstlervereinigung „Abstraction-Création“ ins Leben gerufen. Zu ihren Begründern zählen die Maler Auguste Herbin (1882-1960) und Georges Vantongerloo (1886-1965). Weitere Mitglieder waren u.a. Theo van Doesburg, Antoine Pevsner (1886-1962), Naum Gabo (1890-1977).

Die Gruppierung ist ein Zusammenkommen von gleichgesinnten abstrakten Künstlern der geometrisch-konstruktiven Richtung. Ihr Ziel ist es, eine Plattform für die abstrakte Kunst zu schaffen. Die der Vereinigung angehörenden Künstler veröffentlichen ihre Ideen und Werke in gemeinsamen Ausstellungen und Publikationen. Sie organisieren ebenso gemeinsame Lesungen und Diskussionen, die sich zu einem wichtiges Element der Gruppe entwickeln.

Abstraction-Création veröffentlicht mehrere theoretische und methodische Werke, die die nicht-gegenständliche Kunstszene zum Thema haben. Die Zeitschrift „Abstraction-Création, art non-figuratif“ wurde jährlich herausgebracht.

Zu einem der zentralen Themen der Vereinigung gehören Farbstudien: sie erforschen welche Auswirkung verschiedene physikalisch-optische Phänomene auf dem Betrachter eines Kunstwerks haben, z.B. durch Flimmereffekte.

Abstraction-Création existiert bis 1936 und zählt etwa 400 Mitglieder.

Theo van Doesburg, Kontra-Komposition XV

Theo van Doesburg, Kontra-Komposition XV, 1925

Zu den wichtigsten Vertretern der Abstraction-Création zählen:

Hans Arp - Deutscher Maler, Bildhauer und Dichter. Er ist berühmt für seine Collage-Kompositionen und deren strengen geometrischen Aufbau, anderseits durch das Prinzip des Zufalls.

Piet Mondrian – Der niederländischer Maler ist berühmt für seine starken Abstraktionen. Seine Bilder stellen rechteckige Farbflächen, in den Grundfarben Gelb, Rot und Blau dar.

Wassily Kandinsky – der russische Maler wird als „Vater“ der abstrakten Malerei gepriesen. Bereits früh arbeitet Kandinsky hauptsächlich mit geometrischen Formen wie Punkte, Linien, Zirkeln und Triangeln in seinen Bildern. Für seine Bilder entwickelt er einen eignen Farbsymbolismus.

El Lissitzky – Der russische Maler gilt als ein vielseitiger Künstler. Er schaffte es als einer der wenigen abstrakten Maler ausschließlich seinen zweidimensionalen Formen die Illusion einer dritten Dimension zu verleihen.

Theo van Doesburg – Der niederländische Maler führt den Begriff „Konkrete Kunst“ als eigene Kunstrichtung ein. Darunter versteht er ausschließlich die Verbindung von geometrischen Formen unter strengen mathematischen Aspekten und entsprechenden Farbharmonien.

Kurt Schwitters - Bedeutender Dichter, Werbegrafiker und Universalkünstler. Schwitters betrachtet sein Leben als ein Gesamtkunstwerk – Leben und Kunst miteinander vereint, den gesamten Inhalt seines Lebens stellt er unter sein Moto „Merz“.