Fotografie, Juan Gris, 1913
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Fotografie, Juan Gris, 1913

Juan Gris wird als José Victoriano Carmelo Carlos González-Pérez am 23. März 1887 in Madrid, Spanien, geboren. Er wuchs in einer kinderreichen Familie mit 13 Geschwistern auf.

Durch seinen Onkel wurde der junge Juan Gris bereits mit verschiedenen Maltecknicken vertraut. In Madrid beginnt er 1902 sein Studium an der Kunsthochschule und bleibt dort für die kommenden zwei Jahre. Bei einem engen Freund und Künstler, José Moreno Carbonero (Spanischer Maler, 1860 – 1942), beginnt er eine Kunstausbildung.

Früh schon zeigt sich auch die politische Gesinnung des Juan Gris: er knüpft Freundschaft zum chilenischen Revolutionär José Santos Chocano. In seinen Gesängen schildert dieser den revolutionären Pathos Lateinamerikas. Zu diesen Gesängen fertigt Gries Illustrationen an und verdient sich damit Geld.

Juan Gris, Bottiglia di baeune e compostiera
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Juan Gris,
Bottiglia di baeune e compostiera, 1917

Die Begegnung

Juan Gries zieht 1906 nach Frankreich um dort Karikaturen für eine satirische Zeitschrift zu zeichnen. Bis dahin zeichnet Gris vor allem im Stil des „Art Nouveau“, oder wie es in Deutschland heißt - Jugendstil.

Später trifft Juan Gris zum ersten Mal mit Pablo Picasso und Georges Braque zusammen. Noch im selben Jahr zieht er ins Bateau-Lavoir und wird Nachbar von Picasso. Die Ateliers des „Bateau-Lavoir“ sind zu dieser Zeit wie ein Mekka für viele junge und moderne Künstler. Auf Grund der künstlerischen Dynamik die in dessen vier Wänden existierte, wird das Bateau-Lavoir auch als die Geburtsstätte des Kubismus verstanden. Juan Gris wird Mitglied der avantgardistischen Montmartregruppe, der unter anderem Pablo Picasso, Georges Braque, Guillaume Apollinaire (französischer Autor italienisch-polnischer Abstammung, 1880 - 1918), André Salmon (französischer Schriftsteller, 1881 - 1969) und Max Jacob (französischer Dichter, Maler und Schriftsteller, 1876 - 1944) angehören. Sie begeistern den kreativen Geist des Juan Gris und motivieren ihn mit der Malerei nun wieder aktiv zu beginnen.

Ein Jahr darauf erscheinen Juan Gris erste kubistische Werke. Er schließt Freundschaft mit dem Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler. Dieser nimmt Gris unter Vertrag und finanziert und organisiert seine Ausstellungen.

    Plastik, Jacob Lipchitz "Descent of the Spirit"
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    Plastik von Jacob Lipchitz "Descent of the Spirit" im Innenhof der Klosteranlage Iona Abbey auf der schottischen Hebrideninsel Iona.

    Sein größter Erfolg

    1913 zeichnet Juan Gris sein bekanntestes Werk, ein Portrait-Bild von Pablo Picasso. Er lernt 1914 Henri Matisse kennen und lässt sich von dessen Maltechnik stark beeinflussen. Später arbeitet Gris mit Picasso und Braque an Collagen, indem er Zeitungen, Tapeten oder Scherben auf seine Bilder klebt. Beginnend 1916 verändern sich seine Bilder mehr und mehr an Ausdruck und Form - Gris beginnt seine architektonische Phase.

    Juan Gris lernt den französischen Bildhauer Jacques Lipschitz kennen und beginnt damit, Skulpturen zu entwerfen und zu formen. Sein Malstil verändert sich hin zum synthetischen Kubismus.

    1925 erkrankt Juan Gris schwer und stirbt an einer Harnvergiftung am 11. Mai 1927 in Paris.

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    veröffentlicht von AutorenTeam, am 02.03.2007, aktualisiert am 01.06.2021